This thing about… Verlust

Jeder hat schon einmal was verloren. Materielle Dinge sind leicht zu ersetzen, man kann sich ein neues Handy kaufen oder Geld vom Bankautomaten abheben. Menschen hingegen lassen sich nicht so leicht ersetzen. Man kann einen geliebten Menschen durch eine schmerzhafte Trennung verlieren oder – wie das Leben so spielt – durch diese blöde Sache namens Tod. Einen Menschen zu verlieren, ist eine der schmerzhaftesten Erfahrungen, gerade wenn sie jung aus dem Leben gerissen werden oder noch gar nicht auf der Welt sind.

Und jeder geht mit diesem Verlust anders um. Es gibt Menschen, die stellen sich diesem Schmerz, weinen lange Zeit und Stück für Stück wird es besser. Andere brauchen Trost und müssen darüber reden, damit sie sich besser fühlen. Andere wiederum stürzen sich in die Arbeit, um sich abzulenken und den Schmerz auszublenden. Und so weiter. Ich bin eine Mischung aus den drei beschriebenen Typen. Ich verkrümel mich in mein Schneckenhaus und weine für mich alleine, möchte im anderen Moment aber viel lieber in den Armen meiner Mama weinen und an anderen Tagen muss ich einfach viel zu tun haben und mich ablenken. Was ich nicht kann, ist über meine Gefühle reden – nie gelernt, kann und will ich nicht, dabei fühle ich mich unwohl! Aber ich kann drüber schreiben, um mich besser zu fühlen.

Momentan sitze ich allein in meinem Zimmer, schreibe, höre melancholische Musik und heule mir die Seele aus dem Leib – ich kann gar nicht damit aufhören. In meinem Kopf herrscht gerade ein immenses Gefühlschaos. Ich bin 6.006km entfernt von meiner Familie in Deutschland, wo momentan das absolute Chaos herrscht, wo momentan mit einem Verlust gekämpft wird – und ich bin nicht da, um zu helfen oder einfach nur da zu sein. Ich bin traurig. Ohne meine Familie. Ohne meine Freunde. Heute komme ich in eine mir fremde Familie und lebe 12 Monate mit diesen zusammen. Das macht mir einerseits Angst. Andererseits freue ich mich wahnsinnig. Ihr merkt? Mein Kopf schwirrt mir vor lauter Gedanken und Gefühlen.

„Im Wörterbuch wird Trauer als starkes seelisches Leiden oder als Verzweiflung in einer Notlage oder nach einem Verlust definiert. Tiefer Kummer, schmerzvolles Bedauern. Wir Chriurgen, Wissenschaftler lernen aus Büchern und verlassen uns auf sie, verlassen uns auf ihre Definitionen und ihre Bestimmungen. Im Alltag drückt sich Trauer oft unterschiedlich aus. Manchmal kann man tiefen Kummer gar nicht erkennen.
Trauer gehört nun mal zum Leben, aber jeder drückt seine Trauer anders aus.
Manchmal müssen wir nicht nur den Tod betrauern, sondern auch das Leben, die Verluste.
Wenn wir uns fragen, warum es derartig beschissen ist und es so höllisch weh tun muss, müssen wir uns versuchen, daran zu erinnern, dass sich dies auch wieder blitzschnell ändern kann.
So bleibt man am Leben. Wenn es so weh tut, dass man keine Luft mehr bekommt, lernt man zu überleben.
Man überlebt, indem man sich daran erinnert, dass es eines Tages, auch wenn es unvorstellbar ist, nicht mehr so ein Gefühl sein wird, dass es nicht mehr so weh tun wird.
Jeden überfällt die Trauer zu einem anderen Zeitpunkt, auf seine eigene Art und Weise.
Und das Beste, was wir tun können, was jeder dann tun kann, ist, es mit Ehrlichkeit zu versuchen.
Das allerschlimmste am Trauern ist, dass man es nicht kontrollieren kann.
Das Beste, was wir dann tun können, ist die Trauer zuzulassen, wenn sie einen übermannt.
Und loszulassen, wenn wir es können. Und das Gemeinste daran ist, dass es in dem Moment, in dem man glaubt, man hätte es überstanden, wieder von vorne los geht.
Und immer, jedes Mal, verschlägt es einem den Atem.
Es gibt fünf Phasen der Trauer. Jeder erlebt sie anders, aber es sind immer fünf.
Verweigerung,
Wut,
Verhandlung,
Depression,
Akzeptanz.“

– Grey’s Anatomy, Staffel 6, Folge 2

Trauer gehört zum Leben dazu, genauso wie Leben und Tod und Verlust! Wir alle müssen zusehen, wie wir damit klarkommen. Eines aber ist sicher, es wird besser, man muss es nur zulassen. Sonst zerfrisst es einen von innen oder staut sich auf und endet in einem riesengroßen Chaos! Also, aufstehen und weitermachen.

DSC_0233_188Everyone has lost something. Material things are easy to replace, you can buy a new phone or withdraw cash from ATMs. People on the other hand can not be replaced so easily. You can lose a loved one through a painful separation or – fun story – by this stupid thing called death. To lose a someone, is one of the most painful experiences, especially when they die young or aren’t even born yet.

And everyone process a loss differently. There are people who face this pain, crying for a long time and little by little it will be better. Others need consolation and must talk about it, to make them feel better. Others throw themselves into the work, in order to divert and hide the pain. And so on. I am a mixture of the three types described. I hide mysekf in my shell and cry a lot, someday I want to cry in the arms of my Mama and other days I just have to have a lot to do and distract me in another. However, I can not talk about my feelings – never learned it, I can and will not, ‚cause I feel uncomfortable! But I can write about it, to make me feel better.

Right now I’m sitting alone in my room, writing, listening to melancholy music and crying my heart out – I just can not stop it. In my head there just an immense chaos of feelings. I am 6.006km away from my family in Germany, where’s currently absolute chaos, where they are currently struggling with a loss – and I’m not there to help or just to be there. I’m sad. Without my family. Without my friends. Today I’m going in a foreign family and I live with them 12 months. On one hand I’m afraid. On the other hand, I am thrilled. You notice? My head buzzes me out of sheer thoughts and feelings.

„The dictionary defines grief as keen mental suffering or distress over affliction or loss; sharp sorrow; painful regret. As surgeons, as scientists, we’re taught to learn from and rely on books, on definitions, on definitives. But in life, strict definitions rarely apply. In life, grief can look like a lot of things that bear little resemblance to sharp sorrow.
Grief may be a thing we all have in common, but it looks different on everyone.
It isn’t just death we have to grieve. It’s life. It’s loss. It’s change. And when we wonder why it has to suck so much sometimes, has to hurt so bad. The thing we gotta try to remember is that it can turn on a dime.
That’s how you stay alive. When it hurts so much you can’t breathe, that’s how you survive.
By remembering that one day, somehow, impossibly, you won’t feel this way. It won’t hurt this much.
Grief comes in its own time for everyone, in its own way.
So the best we can do, the best anyone can do, is try for honesty.
The really crappy thing, the very worst part of grief is that you can’t control it.
The best we can do is try to let ourselves feel it when it comes.
And let it go when we can.
The very worst part is that the minute you think you’re past it, it starts all over again.
And always, every time, it takes your breath away.
There are five stages of grief. They look different on all of us, but there are always five.
Denial.
Anger.
Bargaining.
Depression.
Acceptance.“

– Grey’s Anatomy, Season 6, Episode 2

Grief is part of life, as well as life and death and loss! We all need to see how we deal with it. But one thing is for sure, it will get better, you have to admit only. Otherwise it eats away your inside or dammed up and ends in a huge mess! So, get up and keep going.

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Ohne Titel

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